Lesetipps
Zählen Hörbücher als Lesen?
Manche sagen, ein Buch zu hören sei kein richtiges Lesen. Forschung zum Textverständnis legt nahe, dass der Unterschied kleiner ist, als er scheint, solange du wirklich zuhörst. Hier erfährst du, was bekannt ist, wo Hörbücher schwächer sind und wie Zuhören zählt.
Aktualisiert am
Bald im App Store und bei Google Play · iPhone ab iOS 17, Android ab Version 8
Zum Start benachrichtigen
Was die Forschung sagt
In einem Experiment nahmen 91 Erwachsene dasselbe Kapitel eines Sachbuchs auf eine von drei Arten auf: als Hörbuch, als Text auf dem Bildschirm oder beides zugleich. Danach beantworteten alle dieselben Fragen dazu, sofort und noch einmal zwei Wochen später. Die drei Gruppen verstanden und behielten ungefähr gleich viel.
Es war eine einzelne Studie mit einem einzigen Kapitel eines Buchs, und die Teilnehmenden hörten aufmerksam zu, nicht beim Autofahren oder Kochen. Trotzdem passt sie zu dem, was viele bemerken: Geschichte und Gedanken kommen so oder so an.
Wo Zuhören schwerer ist
Manches fällt mit den Ohren schwerer als mit den Augen:
- Zurückgehen. Auf der Seite springt der Blick wie von selbst zu einem Satz zurück. Beim Hören musst du zurückspulen, und einen verpassten Gedanken lässt man dann eher ziehen.
- Dichter Stoff. Argumenten, Zahlen und Lehrbüchern folgst du leichter, wenn du bei einem schwierigen Absatz langsamer werden kannst.
- Geteilte Aufmerksamkeit. Wer bei einer anspruchsvollen Tätigkeit zuhört, verpasst etwas. Einfache Hausarbeit geht, eine knifflige Fahrt im Stau nicht.
- Notizen und Zitate. Eine Stelle, die du behalten willst, festzuhalten ist schwieriger.
Wo Hörbücher am stärksten sind
Hörbücher schenken dir Zeit, die du sonst nicht für Bücher hättest: Arbeitsweg, Spaziergänge, Hausarbeit, eine lange Fahrt. Sie passen zu Romanen, Erinnerungen und Büchern, die du noch einmal liest, und eine gute Sprecherin oder ein guter Sprecher erweckt eine Geschichte zum Leben. Wenn die Alternative gar kein Buch ist, gewinnt das Hören.
So hast du mehr vom Zuhören
- Lass die Geschwindigkeit so, dass du bequem folgen kannst; schneller ist nicht immer besser.
- Wenn du etwas hörst, das du behalten willst, pausier und notier das Kapitel und ein paar Worte, damit du es später findest.
- Heb anspruchsvolle Bücher für Zeiten auf, in denen du ganz bei der Sache sein kannst, oder wechsle zwischen Hörbuch und Papier.
- Versuch nach jedem Kapitel, in einem Satz zu sagen, was passiert ist. Warum das hilft, steht im Ratgeber Wie du dir merkst, was du liest.
Zähl es, wie du willst
Dein Leseziel gehört dir. Viele zählen Hörbücher zur Jahressumme, manche führen sie auf einer eigenen Liste. Beides ist in Ordnung.
Ein eigenes Hörbuch-Format hat Pagetime nicht: Eine Sitzung ist einfach Zeit mit einem Buch. Du kannst das Zuhören mit demselben Timer messen und die Seite am Ende überspringen; ohne Seiten schätzt Pagetime für dieses Buch kein Tempo. Hast du ohne Timer gehört, nutz „Sitzung ohne Timer hinzufügen“ auf der Seite des Buchs. Die Hörzeit zählt fürs Tagesziel und die Serie wie jede andere Sitzung. Notizen und Zitate funktionieren wie bei einem gedruckten Buch, und das Feld für die Seite ist freiwillig.
Kostenlos kannst du bis zu 5 Bücher speichern und insgesamt 20 Seitenfotos mit Texterkennung machen. Gelöschte Notizen geben keine verbrauchten Fotos frei. Notizen und Timer funktionieren offline ohne Konto; die Synchronisierung ist nach der Anmeldung kostenlos. Das Abo hebt die Grenzen für Bücher und Fotos auf und öffnet den gesamten Statistikverlauf, Jahresrückblick und Ordnerexport.
Dies ist ein unabhängiger Ratgeber von Pagetime. Er wurde von Apple Inc. und Google LLC weder autorisiert noch gesponsert oder genehmigt.

